Neapel und das Neapolitanische als diskursiv konstruierter Mythos

Neapel und das Neapolitanische als diskursiv konstruierter Mythos

Eine variationslinguistische Analyse

Sara Matrisciano

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Neapel gilt als «Dialektmetropole». Hieran anknüpfend analysiert die Autorin das Alltagswissen über den neapolitanischen (Sprach-)Raum. Die Auswirkung von Diskurswelten auf sprachliche Variationsmuster steht dabei im Mittelpunkt. Die Stadtsprache Neapels wird über eine Varietätendiskussion aus Sprecherperspektive untersucht, in welcher der Mythos Neapel als Instrument der Dialekt- und Raumkonstruktion fungiert. Ausgangspunkt der Analyse ist die Metasprache der Informanten, in der Neapel als positiv konnotierte Dialektwelt mit negativ konnotierten Dialektsprechern aufscheint. Die Untersuchung zeigt, dass dieser erlebte Raum sprachliche Handlungsmuster beeinflusst und sich daraus ein symbolisch aufgeladenes Kommunikationssystem entwickelt hat, das auf der Gleichzeitigkeit von Stigma und Prestige des Neapolitanischen beruht und sich auf den Einsatz sowie das Erlernen von Dialekt und Italienisch auswirkt.


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Sara Matrisciano:

Sara Matrisciano studierte Romanistik (italienische und französische Sprachwissenschaft) und Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und an der Ecole du Louvre Paris. Seit Abschluss ihrer Promotion in Romanischer Philologie an der Universität Heidelberg forscht und lehrt sie als Universitätsassistentin am Institut für Romanische Sprachen der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Ethno-, Sozio- und Variationslinguistik, der perzeptiven Dialektologie und Diskursanalyse sowie zuletzt der Morphologie und Wirtschaftslinguistik.

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